Chronik

1910 Generalversammlung des Vorstandes Deutscher Zahntechniker in München. Hervorgegangen aus den Innungen der Zahnkünstler.

 
1929 Gründung des Reichsverbandes rein gewerblicher zahntechnischer Laboratorien e.V.


1930 Beschluss der Deutschen Handwerksorganisation: "Das Gewerbe der Zahntechniker, die sich nicht mit Heilbehandlung befassen, wird als selbstständiges Handwerk anerkannt."


1934 Gründung der Zahntechniker-Innung Württemberg (ZIW). Das erste, noch bekannte Mitgliedsbuch der ZIW wird Albert Graf am 15.10.1934 überreicht. Aufnahme der Zahntechniker in die Liste der Vollhandwerker.


1935 Erste Meisterprüfung durch die Handwerkskammer Stuttgart. Freisprechung von drei Zahntechniker-Meistern


1941 Gründung der Bundesmeisterschule für Zahntechniker in Stuttgart


1945 Neubeginn der Innungstätigkeit


1946 Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Zahntechniker-Innungen in der amerikanischen und französischen Zone. Gründung des Hauptinnungsverbandes in der britischen Zone


1947 Wiederaufnahme des kursmäßigen Unterrichts für Zahntechniker-Lehrlinge


1951 Gründung des Bundesverbandes der rein gewerblichen zahntechnischen Laboratorien e.V. (BGZL)


1951 "Ulmer Abkommen" zwischen dem Bundesverband Deutscher Zahnärzte (BDZ) und dem BGZL:

  • Zahntechniker verzichten auf eingliedernde Tätigkeit
  • Ausbildungsrecht von Lehrlingen obliegt allein den Zahntechnikern
  • Zahnärzte verzichten auf die Errichtung von Gemeinschaftslabors
  • Dentisten können aufgrund des Zahnheilkundegesetzes zukünftig dem zahnärztlichen Berufsstand zugeordnet werden


1953 Inkrafttreten des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (HwO)


1956 Gründung des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI)


1958 "Hamburger Abkommen": Bestätigung des "Ulmer Abkommens" durch den BDZ und den VDZI


1959 Erlass des Berufsbildes des Zahntechniker-Handwerks durch den Bundesminister für Wirtschaft


1974 Durch Urteil des Bundessozialgerichts wird den Zahnärzten und Krankenkassen auferlegt, u.a. auch die Versorgung mit Kronen und Brücken als Bestandteil in die Verträge aufzunehmen


1977 Das Zahntechniker-Handwerk wird mit Erlass des Krankenversicherungs-Kostendämpfungsgesetzes in die Reichsversicherungsordnung (RVO) einbezogen


1978 Einweihung des Überbetrieblichen Berufsbildungszentrums (ÜBZ) der ZIW in Stuttgart-Feuerbach


1978 Abschluss des ersten Vertrages mit den RVO-Krankenkassen (08.09.1978)


1981 Erlass des Kostendämpfungs-Ergänzungsgesetzes. U.a. dirigistisch verfügte Absenkung der vereinbarten Vergütungen um fünf Prozent.


1983 Einführung des Bundeseinheitlichen Leistungsverzeichnisses für zahntechnische Leistungen (BEL-I)


1985 Die ZIW bezieht ihre Geschäftsstelle in der Stuttgarter Schlachthofstraße


1988 Erlass des Gesundheitsreformgesetzes (GRG)


1992 Erlass des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG)


1993 Einführung des BEL-II


1994 Novellierung der Handwerksordnung


1995 Gründung der Wirtschaftsgesellschaft der ZIW mbH


1998 Einführung der Festzuschüsse für Zahnersatz;
damit Wegfall des BEL II; Umsatzeinbrüche im Zahntechniker-Handwerk, schwere Krise, Zunahme der Arbeitslosigkeit


1999 Inkrafttreten des GKV-Solidaritätsstärkungsgesetzes Wiedereinführung der Sachleistung Zahnersatz und des BEL II


2002 Wahl des neuen Vorstandes unter Obermeister Klaus König
Langjähriger Obermeister Klaus D. Pogrzeba wird Ehrenobermeister


2002 Großdemonstration des Zahntechniker-Handwerks in Berlin


2003 Absenkung der Vergütungen für Zahntechnik um fünf Prozent
Verfassungsbeschwerde von über 950 Betrieben in Deutschland


2004 Einführung BEL II 2004; Idee des Kompetenz-Zentrums Zahntechnik (realisiert als iq:z)


2005 Umstellung von prozentualen Zuschüssen für Zahnersatz auf befundbezogene Festzuschüsse, Umsatzeinbrüche, schwerste Krise des Zahntechniker-Handwerks seit Bestehen der Innung


2005 Gründung des iq:z gemeinsam mit der Schwester-Innung Baden


2006 Wahl des neuen Vorstandes unter Obermeister Jochen Birk, erste große Kampagne des iq:z mit 100.000 Flyern in Baden-Württemberg


2007 Zweite große Kampagne des iq:z mit 60 Radiospots, Verhandlung vor dem Landesschiedsamt endet mit Einigung mit den Krankenkassen und besonderen Vorgaben für eine evtl. neue Verhandlung


2008 Die neue Beitrags- und Gebührenordnung tritt in Kraft: Keine Ausrichtung mehr an Bedarf der Innung sondern an Leistungsfähigkeit der Mitglieder; (Mindest- und Maximalbeitrag; feststehender Beitrag richtet sich nach Lohnsumme; (Sonder-)Beitrag für Azubis fällt ersatzlos weg; ZIW veranstaltet VDZI-Verbandstag gemeinsam mit Schwesterinnung Baden in Friedrichshafen


2009 Einrichtung des iq:z –Infotelefons für Patienten, Reform der ZIW-Bezirke: ab 01.01.2010 gibt es nur noch vier große ZIW-Bezirke


2010 Erfolgreiche Verhandlung vor dem Landesschiedsamt, dritte große Kampagne mit Zeitungsanzeigen und Info-Telefon, Klage vor dem Sozialgericht Stuttgart gegen Einzelvertrag („Selektivvertrag“) AOK Baden-Württemberg – Laufer Zahntechnik

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