28. Juli | 15:17 Uhr
Dr. Carsten Linnemann soll neuer Gesundheitsminister werden - VDZI gratuliert und hofft auf konstruktiven Dialog
VDZI gratuliert Dr. Carsten Linnemann zur bevorstehenden Übernahme des Bundesgesundheitsministeriums
BERLIN, 28. Juli 2026. Der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) gratuliert Dr. Carsten Linnemann zur bevorstehenden Übernahme des Amtes als Bundesminister für Gesundheit und wünscht ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg und eine glückliche Hand. Zugleich dankt der VDZI der bisherigen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken für die Zusammenarbeit und wünscht ihr für ihre neue Aufgabe als Chefin des Bundeskanzleramtes alles Gute.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums verbindet das Zahntechniker-Handwerk die Erwartung, dass die notwendigen Reformen im Gesundheitswesen im engen Austausch mit den Leistungserbringern, der Selbstverwaltung und den Gesundheitshandwerken fortgeführt werden. Angesichts der großen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen braucht es eine langfristig ausgerichtete Gesundheitspolitik, die eine hochwertige und wohnortnahe Versorgung sichert.
„Die zahntechnischen Meisterlabore sind ein unverzichtbarer Bestandteil der zahnmedizinischen Versorgung. Sie stehen für individuell gefertigten Zahnersatz, hohe handwerkliche Qualität, qualifizierte Arbeitsplätze und eine anspruchsvolle berufliche Ausbildung. Damit sie diese Aufgaben auch künftig erfüllen können, benötigen sie verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine Politik, die die besondere Situation der überwiegend kleinen und mittelständischen Betriebe berücksichtigt“, erklärt VDZI-Präsident Dominik Kruchen.
Der VDZI begrüßt, dass Dr. Carsten Linnemann aufgrund seiner bisherigen politischen Arbeit mit den Anliegen mittelständischer Unternehmen und des Handwerks vertraut ist. An diese Erfahrungen gilt es nach Auffassung des Verbandes nun auch in der Gesundheitspolitik anzuknüpfen. Notwendig ist insbesondere ein konsequenter Abbau unnötiger Bürokratie, eine mittelstandsgerechte Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, faire Wettbewerbsbedingungen in der Zahnersatzherstellung und eine angemessene Berücksichtigung der tatsächlichen Kostenentwicklung in den zahntechnischen Betrieben.
„Das Zahntechniker-Handwerk steht für einen konstruktiven Dialog mit dem neuen Bundesgesundheitsminister bereit. Jetzt kommt es darauf an, die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe, die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die Fachkräfte- und Nachwuchssicherung gemeinsam in den Mittelpunkt zu stellen. Gesundheitspolitische Reformen können nur erfolgreich sein, wenn die Erfahrung derjenigen einbezogen wird, die die Versorgung jeden Tag praktisch sicherstellen“, so Kruchen abschließend.